Nachdem sich das Amt Landeck in den neuen Verhältnissen kaum zurecht gefunden wenn auch das Amt hatte, brach der siebenjährige Krieg aus, der auch dieses abgelegene Fleckchen Erde nicht verschonte.  Nicht unmittelbar der Schauplatz kriegerischer Ereignisse  in diesem Kriege war, so wurden doch die Nachbarämter bzw. die Stadt Hersfeld arg heimgesucht, wobei auch das Amt Landeck nicht ganz verschont blieb, Im Jahre1759 wurde Friedewald von den Österreichischen Truppen belagert, am 2. März wurde Dorf und Festung von den Preußischen Truppen erstürmt und die Österreicher suchten ihr Heil in der Flucht. Im Jahre 1760 war Friedewald von den Franzosen besetzt, ebenso im Jahre 1762, als diese es geräumt hatten, wurde es am 26. Juni 1762 von dem Leutnant Steigleder mit 60 hess. Reitenden Jägern besetzt ( so schreibt die Kriegsgeschichte des 7jährigen Krieges); der hessische Geschichtsschreiber Landan schreibt jedoch, es sei festgestellt, dass Steigleder ein Hannöverscher Offizier gewesen sei und mit fünfzig Mann und zehn Reitern vom Jägerregiment von Freitag das schon halb verfallene Schloss Friedewald besetzt habe, wie auch die Kriegsgeschichte sagt, die Straßen gegen die Räuber des Waldes zu sichern oder die Gegend von dem Gesindel zu säubern. Aber bald rückten die Franzosen, die Hersfeld besetzt hielten, wieder heran, und da sie eine viel größere Besetzung des Schlosses vermuteten, ließ General Stainville mit 1000 Karabiners, 3000 Mann leichter Kavallerie und 4000 Grenadieren, die auch acht Kanonen und zwei Haubitzen mit sich führten, in der Nacht zum 6. August Schloss und Dorf umringen und gleichzeitig von drei Seiten angreifen. Die Jäger machten einen Ausfall und trieben die Franzosen zurück, die keinen neuen Versuch zum Sturm machten, sondern das Schloss beschossen. Die heftige Kanonade währte den ganzen Tag, doch gleich Felsen standen die gewaltigen Mauern des Schlosses. Obgleich der Donner der Geschütze in tausendfachem Widerhall brüllte, verteidigte sich die kleine Heldenschar, bis endlich Feuer ausbrach und Hitze und Rauch das Leben unerträglich machten, zwei Pferde waren schon durch Qualm erstickt. Da gaben sie am Morgen des 7. August das Zeichen zur Übergabe. Erbittert über solchen Widerstand, wollten die Franzosen keine Gnade geben und beschlossen, alles niederzuhauen, was Stainville jedoch verhinderte. Doch der erste, der die Zugbrücke betrat, sank noch von einer französischen Kugel. Der General hielt das kleine Häuschen für ein Kommando der Besatzung und glaubte, diese würde nun folgen, doch wie groß war sein Erstaunen, als er in diesen Wenigen die Nacht sah, welche seinen 8000 Kriegern in dieser Festung fast zwei Tage lang Widerstand geleistet hatten. In der Nacht wurden die Gefangenen in einer Scheune untergebracht und von Franzosen bewacht, doch hatte ihnen jemand verraten, dass die Verbündeten Mühlhausengenommen hätten. Sie wagten noch einmal einen Streich, machten einen Ausfall, überfielen und entwaffneten die Wache, rückten schleunigst ab und nahmen die Wachmannschaften als Gefangene mit nach Mühlhausen. Das Schloss Friedewald wurde bei jener Kanonade vollständig zerstört, die heutige Ruine ist noch der Rest dieser fast uneinnehmbaren Festung. Die Franzosen hatten die Stadt Hersfeld schon im Jahre 1761 belagert, wurden aber von den Begründeten arg bedrängt, indem die Preußen von Bach, also über Ransbach und Schenklengsfeld, und Prinz Ferdinand von Braunschweig mit seinen Truppen vom Geisgrunde aus gegen Hersfeld marschierten, um so die Franzosen in der Richtung nach Frankfurt zurückzutreiben. Bevor dieselben jedoch die Stadt verließen, zündeten sie die Stiftskirche, die größte Kirche Deutschlands, an, die bis auf die heutigen Mauerreste niederbrannte. Die Franzosen hatten mehrere Tausend Säcke Mehl, Frucht und andere Futtermittel in der Kirche aufgespeichert und wollten diese Vorratshalle, nachdem ihnen auf diesem fluchtartigen Rückmarsche bereits fünf solcher Hallen abgenommen worden waren, nicht auch noch in die Hände der Deutschen kommen lasse. Wir sehen, dass das Fürstentum Hersfeld von den Kriegen hart betroffen worden ist, da durch das Amt Landeck gerade keine Hauptheerstraßen führten, so waren die Dörfer desselben zwar etwas weniger als diejenigen der Nachbarämter den Plünderungen und Brandschatzungen der wilden Kriegshorden ausgesetzt, doch wurde ein Teil derselben ständig in Mitleidenschaft gezogen, wie die Urkunden im Kirchturmknopf berichten. Unter solchen Zuständen